Das Wichtigste im Saisonrückblick 2008                zurück

Der Streckenflug 

Am 26. April starteten wir zu unserem bisher längsten Höhenflug. Nach einem kurzen UL-Schlepp ab Fournet (Frankreich), gelang Steve ein beeindruckender Streckenflug von 104 km. Mit Unterstützung der von der starken Bise zerrissenen Frühlingsthermik http://www.youtube.com/watch?v=YDDp6pdreTI

erreichte er, nach dem Überqueren des Juras in Richtung Osten, das Ziel. Die Landung erfolgte, nach dem Wendepunkt in Oensingen (Jura- Südfuss) und dem letzten Flugabschnitt übers Mittelland, in Jegenstorf (Nähe Bern). In eher schwacher Blauthermik mit langen Abgleitphasen hat xxtherm den Beweis für seine Stärken im Thermikfliegen erbracht. Die Rückmeldung von Steve: Wenig Knüppelarbeit, neutrales Ein- und Ausfliegen der Aufwinde, offensive Annahme der Thermik und spielerisch einfaches Landeverfahren.

Mit diesem Flug haben sich sämtliche Erwartungen an die Konstruktion erfüllt. 

Teilnahme im Rahmenprogramm an der Delta- SM in Stans 

Das Karussell der Gefühle begann mit einem tadellosen Hangstart per Gummiseil. Gefolgt von einem nahen Vorbeiflug und dem Aufdrehen in der noch schwachen Thermik. Nach ca. 2 ½ Stunden Flugzeit erfolgte der Einflug in den Landeplatzbereich. Begeisterung in den Zuschauerreihen war zu vernehmen. Das Abkreisen- eine wahre Freude. Ein zu hoher Anflug führte nun aber zu einer Verkettung unglücklicher Umstände, die zu einer unsanften Landung auf einer Reihe parkierter Autos führte. Im Endanflug geriet Steve zusätzlich in eine Konvergenz mit einer Seitenwind- Komponente. Geistesgegenwärtig hatte er in den letzten Flugsekunden noch einen hohen Baum überflogen und wollte dann kurz darauf im Gras aufsetzen. Das gelang nicht, weil er über dem Baum schon deutlich unter 30 km/h flog. Die Seitenwindkomponente versetzte das Flugzeug in seiner Anflugrichtung. Das Blechdach eines Autos musste als Landebahn herhalten. Wir hatten grosses Glück, dass dabei nur Sachschaden entstanden ist. 

Obschon das dem ganzen Team einen massiven Dämpfer gegeben hatte, brachte uns dieser Zwischenfall einen deutlichen Vorschub in der Weiterentwicklung von xxtherm

Im wahrsten Sinne des Wortes hat sich auf einen Schlag die auf Sicherheit ausgelegte Konstruktion in folgenden wichtigen Fakten bestätigt: 

-          der Pilot erlitt absolut keine Verletzungen, trotz des harten Aufschlages!

-          die Flugzeugstruktur hat den grössten Teil der Energie absorbiert!

-          es sind nur geringe Schäden entstanden!

-          die Strömung am Flügel ist nie abgerissen! 

Nach einer relativ kurzen Reparaturphase und einem wetter- und terminungünstigen Herbst/Winter sind wir nun wieder bereit für die Saison 2009.

 
                   
       
       
   
       
   
     
   
     
   
       
   
       
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